„Solidargedanken ist von jedem einzufordern“

Nachteile der derzeitigen Straßenreinigungssatzung können durch Bürger behoben werden

Die Jungen Liberalen Troisdorf (JuLis) freuen sich über die große Bürgerbeteilung bei der Befragung durch die Stadt Troisdorf, welche Form der Straßenreinigung die Troisdorfer bevorzugen. Die Befragung, bei der sich fast 50% der Troisdorfer Wahlberechtigten beteiligt haben, ergab, dass 62% die aktuelle Straßenreinigungssatzung beibehalten wollen. Deshalb zahlen weiterhin zahlreiche Bürger keine Gebühren für die Straßenreinigung, müssen jedoch selbst den Besen schwingen.

Die JuLis sehen natürlich auch die Probleme, die viele Bürger, insbesondere Senioren, mit der Kehrpflicht haben, da sie gesundheitlich nicht in der Lage sind, selber zu kehren. Ebenfalls unerfreulich ist, dass einige Bürger, die kehren könnten, ihrer Pflicht nicht nachkommen.

Markus Krämer, Vorsitzender der JuLis erklärt dazu, dass nach seiner Ansicht, die nicht gekehrten Straßenabschnitte genauso zahlreich sind, wie zu der Zeit, als die Reinigung noch durch die Stadt erfolgt ist. „Wenn Autos am Straßenrand parkten, konnte dort auch nicht gefegt werden. Dafür mussten die Anwohner dann aber trotzdem Gebühren zahlen.“

Um der genannten Probleme Herr zu werden, ruft der Jungliberale die Bürger auf, den Solidargedanken nicht zu vergessen. „Man kann nicht immer nur Gleichheit und Gerechtigkeit fordern, aber wenn man selbst an der Reihe ist, den Besen wegwerfen.“

Mieter von Wohnanlagen überschaubarer Größe könnten beispielsweise untereinander Absprachen treffen, so dass für die Kehrpflicht keine zusätzlichen Mietabgaben für Hausmeisterdienste anfallen würden. Jugendliche könnte sich außerdem ihr Taschengeld aufbessern, wenn sie den Nachbarn oder Senioren aus der Nachbarschaft die Straße kehren würden. „Die Organisation von Kehrdiensten könnte möglicherweise von Schüler-AGs übernommen werden.“

Erstaunlich findet Krämer, dass viele Jugendliche, die bereits für die Familie oder ältere Nachbarn kehren, sich dafür schämen und ihre Hilfe verschweigen. „Wer sich für ältere Mitbürger engagiert, egal in welcher Form, dem sollte für sein vorbildliches Verhalten gedankt werden.“