Fr-Kon

Frauenpolitik

Durch die Erfolge der Frauenbewegung (Emanzipation) in den letzten Jahrzehnten haben sich die Chancen von Frauen erheblich verbessert zumindest auf dem Papier. Während konservative Frauenpolitik auf die Konservierung des traditionellen wie tradierten Geschlechterbildes und damit auf die Fortsetzung der Diskriminierung von Frauen aus ist, stellt „linke“ Frauenpolitik mit Programmpunkten wie der Quotierung Alibiforderungen für gesellschaftliche Konflikte auf, die nur durch einen tiefgreifenden Bewusstseinswandel gelöst werden können. Folge der angeblich „fortschrittlichen“ linken Frauenpolitik ist, dass sich Vorurteile gegenüber Frauen eher verstärken als abbauen. Liberale Frauenpolitik setzt dagegen auf die Kraft der Argumente und nur da, wo Frauen konkret geholfen werden muss, auf gesetzliche Maßnahmen und auch dort: immer möglichst flexibel und effizient.

 

Freiheit

Freiheit bedeutet für Liberale die weitentgehende Selbstbestimmung in allen Lebensbereichen, die Verwirklichung der Menschen und Bürgerrechte sowie die soziale Chance zur Wahrnehmung dieser Rechte. Freiheit ist untrennbar verbunden mit einem hohen Maß an Verantwortung, sie fordert Eigeninitiative und den Mut zur Selbständigkeit. Die Freiheit des Einzelnen formt dadurch die Vielfalt der Gesellschaft.

Fremdsprachen

Im Hinblick auf ein zusammenwachsendes Europa gewinnen Fremdsprachenkenntnisse einen zunehmend höheren Stellenwert für jeden Bürger. Um Schüler daher möglichst früh mit den Sprachen anderer Völker in Berührung zu bringen, halten die JuLis es für sinnvoll, bereits in Grundschulen mit Fremdsprachenunterricht zu beginnen. Der Umgang mit diesem Fach sollte ein spielerischer sein, der neugierig macht und die Bereitschaft zur intensiven Beschäftigung fördert. Auf diese Art und Weise ließe sich auch schon früh die Kultur anderer Völker vermitteln.

Ganztagsschulen

Um Eltern und Schülern die freie Wahl eines Schultyps unabhängig von der Berufstätigkeit der Eltern zu ermöglichen und somit den Grundsatz der größtmöglichen Gleichheit der Chancen zu verwirklichen zu erfüllen, sind (freiwillige) Ganztagseinrichtungen an allen Schultypen anzubieten. Neben AGs (z.B. Sport oder Kunst) soll hierbei besonders Hausaufgabenbetreuung im Vordergrund stehen.

Generationsgerechtigkeit

Bei den meisten politischen Entscheidungen wird die Wirkung auf junge Menschen und zukünftige Generationen meist strikt nicht beachtet. Die Wähler von heute honorieren „Nachhaltigkeit“ in diesem Sinne oft nicht. Trotzdem liegt es im Interesse von uns allen die Handlungsfähigkeit unserer Kinder und Kindeskinder nicht jetzt schon einzuschränken. Die Zinsen, die wir heute aufnehmen, müssen wir nicht mehr zahlen, engen aber unsere Kinder jetzt schon ein. Umweltverschmutzung greift in das Leben zukünftiger Generationen ein, ohne das wir uns dessen bewusst sind. Unser Rentensystem verschiebt Lasten all zu gern in die Zukunft. Wir fordern deshalb einen Stop der Neuverschuldung und Generationenbilanzen der öffentlichen Haushalte, die deutlich machen, welche Lasten in der Zukunft zu tragen sind. Wir fordern eine Reform der Rentenversicherung die den Namen verdient (Rente) und wir fordern den Umbau der Umweltpolitik hin zu einer ökologischen Marktwirtschaft, die mit Anreizen und Zertifikaten besser Funktioniert als Steuern und Verbote.

 

Gesamtschule

Die Gesamtschule hat sich als Alternative zum dreigliedrigen Schulsystem etabliert. Die Jungen Liberalen akzeptieren dies. Es ist allerdings darauf zu achten, dass die Anforderungen an Schüler dieses Schultyps, denen an anderen Schulen entsprechen. Um einen fairen Wettbewerb der Schulen zu gewährleisten, ist eine bevorzugte Behandlung der Gesamtschule abzulehnen.

Gewalt im Fernsehen

Die Jungen Liberalen sind besorgt über die zunehmende Gewaltbereitschaft unter Jugendlichen. Besonders schwer wiegen in diesem Zusammenhang die immer wiederkehrenden Meldungen über Brutalität an Schulen, denn gerade hier sollte ein friedliches Miteinander und gewaltfreie Auseinandersetzung doch erlernt werden. Neben vielfältigen gesellschaftlichen Gründen ist nicht von der Hand zu weisen, dass auch die Medien in großem Maße mit dazu beitragen. Besonders das Fernsehen, das viele gewaltverherrlichende Szenen schon im Vorabendprogramm präsentiert, trifft hier eine besondere Verantwortung. Daher fordern wir die Programmanbieter auf, sich ihre Verantwortung gegenüber der Gesellschaft und besonders gegenüber dem jungen Publikum bewusst zu werden und sich in einer freiwilligen Selbstbeschränkung zu üben. Dies bedeutet besonders, vor 20 Uhr auf die Darstellung primitiver Gewalt zu verzichten. Sollte sich eine Selbstkontrolle alleine als nichtausreichend erweisen, ist der Gesetzgeber gefordert.

Gymnasium

Das Gymnasium soll auf die Aufnahme eines Studiums vorbereiten und so deren Studierfähigkeit sicherstellen. Dazu muss besonders das Vermitteln der Fähigkeit, sich Wissen anzueignen und mit Informationsmedien umzugehen im Vordergrund stehen. Der Lernstoff der gymnasialen Oberstufe soll nach Ansicht der JuLis gestrafft werden, damit die Schulzeit auf zwölf Jahre verkürzt werden kann. Die im internationalen Vergleich zu langen Ausbildungszeiten müssen denen anderer Länder anzugleichen.

Hauptschule

Auch eher leistungsschwächeren Schülern muss die Möglichkeit gegeben werden, in einem ihnen angemessenen Lernumfeld ihre Möglichkeiten voll zu entwickeln und sich eine solide Grundlage für den Einstieg ins Berufsleben zu erarbeiten. Die Entwicklung, dass der Hauptschulabschluss für den Einstieg in viele Ausbildungsberufe als nicht mehr ausreichend angesehen wird, ist aufzuhalten. Dazu müssen HS-Lehrpläne neu überdacht und das Ansehen der HS in der Öffentlichkeit gestärkt werden.

Homosexualität

Wir setzen uns für die uneingeschränkte Gleichberechtigung von Homosexuellen ein. Homosexuelle werden von der Gesellschaft immer noch nicht als „normal“ akzeptiert. Gegen diese Form der Diskriminierung gilt es - besonders für Liberale - anzukämpfen. Darüber hinaus setzen wir uns für die Schaffung einer „eingetragenen Partnerschaft“ für Homosexuelle ein, mit der diese eine Verbindung ähnlich der Ehe schließen können, die sie mit Heterosexuellen gleichstellen würde (z.B. im Steuer- und Erbrecht).

"Humanistischer Liberalismus"

„Humanistischer Liberalismus“ heißt das Grundsatzprogramm der JuLis. Es enthält unsere Ansichten und Überzeugungen. Im Mittelpunkt unseres Handelns steht stets das Individuum, das den Vorrang vor Kollektiven aller Art genießt. Solltest du Interesse an diesem Programm haben, melde dich einfach bei unserer Bundesgeschäftsstelle, und wir werden es Dir unmittelbar zuschicken.

Innen- und Rechtspolitik

Eine liberale Innen- und Rechtspolitik regelt lediglich das, was nur der Staat und nicht der einzelne Bürger regeln kann. Eine Bevormundung der Bürger durch den Staat, der meint, er wisse am besten, was für die Bürger gut sei, lehnen die Jungen Liberalen ab.

Innere Sicherheit

Das Thema „Innere Sicherheit“ wird leider oft missbraucht, um Bürgern Angst vor ständig wachsender Kriminalität zu erzeugen. Dies dient dann als Rechtfertigung für den Abbau elementarer Bürgerrechte. Wir halten eine Verschärfung der Gesetze momentan für nicht erforderlich. Vielmehr sind die bestehenden Gesetze konsequenter anzuwenden. So müssen Verbrechen, die sich gegen den Körper oder das Leben eines Menschen richten, vom Staat stärker verfolgt werden. Die Jungen Liberalen halten nichts von der sog. Zero-Tolerance-Strategie, die bei sozial auffälligem Verhalten das Strafrecht als Schein-Lösung missbraucht. Auch darf Prävention als wirksames Mittel gegen Kriminalität nicht vernachlässigt werden. Eine weitere Beschneidung der Freiheit zugunsten der Sicherheit lehnen wir ab.

Jugendarbeit

Traditionelle Jugendarbeit besteht in dem Bau und der Betreuung von Jugendzentren. Wir Jungen Liberalen halten solche Zentren für Problemgebiete für sinnvoll. Moderne Jugendpolitik und -arbeit darf sich allerdings nicht in der Forderung nach neuen Jugendzentren erschöpfen, sondern muss verstärkt daraufhin wirken, die Jugendlichen direkt anzusprechen. Jugendarbeit soll auch zu den Jugendlichen kommen anstatt nur zu erwarten, dass die Jugend zur Jugendarbeit kommt. Für Jugendliche, die sich in ihrer Freizeit nicht sinnvoll beschäftigen können, oder um die sich die Eltern während der Arbeitszeiten nicht ausreichend kümmern können fordern die JuLis Ganztagesschulen als flächendeckendes Angebot. Um Jugendliche mehr am politischen Leben zu beteiligen fordern die Jungen Liberalen Jugendgemeinderäte mit beratender Stimme und Antragsrecht in den Gemeinderäten.

JuLis

Wir sind der Jugendverband der FDP. Anfang der 80‘er Jahre lösten wir die Deutschen Jungdemokraten ab, die dieser Rolle nicht mehr gerecht wurden. Seitdem haben wir gezeigt, dass wir nicht etwa als angepasster und langweiliger Jasager-Verband, sondern als kritischer und oft auch unbequemer Partner der FDP die Idee des Liberalismus voranbringen wollen. Polit-Profis sind wir nicht; eher engagierte junge Leute die Politik einfach mal ausprobieren und ihre Zukunft mitgestalten wollen. Dabei sind wir stets offen für Leute, die ihre Ansichten einbringen und mit uns etwas bewegen wollen. Wer‘s nicht glaubt - probiert‘s aus!

Konservatismus

Wenn seit Jahren etwas praktiziert wird, so muss es automatisch auch zukunftstauglich sein! Konservative vertrauen Althergebrachtem und versuchen dadurch möglichst viele liebgewonnene Besitzstände zu wahren. Eine lebende Ausprägung ist der Strukturkonservatismus, heutzutage leider ein weitverbreitetes Phänomen, das besonders bei großen Parteien, Gewerkschaften, Verbänden, sogar bei staatlichen Institutionen anzutreffen ist. Wie könnte ein Verband in der Lage sein, zukunftsweisend zu denken, wenn seine eigenen Strukturen bereits eingerostet und ungelenk sind? Konservatismus führt zu Inflexibilität, oftmals gar zur Bevormundung des freien Bürgers. Dringend notwendige Veränderungen und Innovationen sind unmöglich. Man dreht sich im Kreis und träumt dabei ruhig weiter von gestern!

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