Verbot von Flatrate-Parties ist überflüssig

Strengere Kontrollen sind vorzugswürdig

Die Jungen Liberalen Troisdorf (JuLis) halten ein Verbot von Flatrate-Parties für unverhältnismäßig und populistisch. Auf diese Weise wird mündigen Bürgern erneut in die Selbstbestimmung eingegriffen.

Zwar ist es mehr als bedenklich, dass immer mehr Jugendliche sich besinnungslos betrinken, doch darf dies nicht dazu führen, dass eine Vielzahl von Personen in ihrer privaten Lebensführung und Gastronomen in ihrer Berufsausübungsfreiheit derart beschränkt werden.

Vorteilhafter wäre es, wenn unter 18-jährige an diesen Parties nicht mehr teilnehmen würden. Dies ist bereits heutige Gesetzeslage. Deshalb sollten an erster Stelle schärfere Kontrollen und eine konsequente, aber den aktuellen Trends angepasste Aufklärungskampagne stehen. Der Ruf nach einem Verbot lenkt lediglich von der bisherigen Konzeptlosigkeit ab.

„Es ist grotesk, jetzt ein Verbot von Flatrate-Parties zu fordern“, äußert sich der Vorsitzende Sebastian Thalmann dazu. „Wenn eine Kneipe keine Flatrate-Parties mehr anbietet, gehen die Jugendlichen zur nächsten, wo sie die Getränke zu extrem günstigen Preisen bekommen. Am Ende des Abends haben sie dann genauso viel ausgeben, wie die Alkohol-Flatrate kostet, und sind genauso betrunken. Damit wäre nichts gewonnen!“