Rücknahme des Verbots von Flatrate-Parties gefordert

JuLis wenden sich mit offenem Brief an Bürgermeister

Die Jungen Liberalen Troisdorf (JuLis) wenden sich nun an Bürgermeister Uedelhoven, der im vergangenen Monat mit seinen Kollegen im Rhein-Sieg-Kreis beschlossen hat, Flatrate-Parties rigoros zu verbieten. Dagegen wandte sich der Protest aller politischen Jugendorganisationen im Kreis.

Mit einem offenen Brief bitten die JuLis den Bürgermeister, das Verbot zu überdenken und mit den ihm bereits gesetzlich zur Verfügung gestellten Mitteln gegen den Alkoholmissbrauch vorzugehen.

„Wir denken, dass es sich bei dem Verbot um reinen Aktionismus handelt.“ lässt der JuLi-Vorsitzende Sebastian Thalmann verlautbaren.

„Das beste Bespiel für diesen kurzfristigen Aktionismus ist die Rücknahme der Reform des Waffengesetzes durch den Bund.“

Nach dem Amoklauf eines Schülers im Jahre 2002 wurde das Waffengesetz verschärft. Die starre Altersbeschränkung soll nun zurückgenommen und vermehrt auf die individuelle Befähigung zum Tragen einer Waffe abgestellt werden. „So sollte auch die Kontrolle der Gastwirte in Bezug auf die Flatrate-Parties erfolgen: Kein starres Verbot, sondern eine individuelle Kontrolle der Gastwirte, ob sie das Jugendschutzgesetz einhalten.“