FAQ

Wer sind die JuLis?

Die Jungen Liberalen, oder einfach nur JuLis, sind der erste gesamtdeutsche politische Jugendverband. Noch vor der Wiedervereinigung Deutschlands haben sich im September 1990 die Jungliberale Aktion der DDR (JuLiA) und die westdeutschen Jungen Liberalen zu einem neuen Verband zusammengeschlossen. Heute haben die Jungen Liberalen über 10.000 Mitglieder, davon etwa 900 in Niedersachsen und 50 im Kreisverband Osnabrück-Stadt. Dabei sind die JuLis die am stärksten wachsende politische Jugendorganisation in Deutschland.

Wer kann bei den JuLis mitmachen?

Alle jungen Menschen zwischen 14 und 35 Jahren, die Interesse an liberaler Politik haben. Auch Du! Schau einfach mal bei uns vorbei, schreib uns eine Mail oder nutze direkt das Beitrittsformular auf unserer Webseite.

Was bringt politisches Engagement?

Nur wer sich engagiert, kann etwas erreichen. Oder möchtest Du, dass andere für Dich entscheiden? Nur das Wahlrecht reicht uns JuLis nicht. Wir wollen unsere Ideen in Beschlüsse umwandeln und unsere Programmatik in die FDP einbringen. Das ist uns bisher schon gut gelungen. Trotzdem bleiben wir am Ball, damit unsere Freiheit wieder beziehungsweise weiter ausgebaut wird. Daher setzen wir uns unter anderem für Deine Bürgerrechte oder für einen Schuldenstopp ein. Sei es durch Aktionen, Flyer verteilen, Pressemitteilungen oder eben durch das Einbringen unserer Programmatik in die FDP. Hilf uns dabei und debattiere mit!

 

Wie kann ich mich einbringen?

JuLi sein – das heißt nicht, dass man seinen Mitgliedsausweis erhält und nichts von seiner Mitgliedschaft merkt. Auch als Basismitglied kannst Du Dich auf allen Ebenen der JuLis engagieren.

Die zunächst wichtigste Ebene ist der Kreisverband. Jeden zweiten Donnerstag gibt es ein Kreisverbandstreffen. Auf diesen Treffen kannst Du nicht nur im organisatorischen Bereich und bei Aktionen mitarbeiten, sondern Dich auch programmatisch einbringen. Interessiert Dich ein Thema? Stört Dich etwas in der Politik? Dann kannst Du es einfach zur Diskussion bringen oder einen Antrag schreiben. Wird er angenommen, stellt ihn der Kreisverband auf dem Landeskongress.

Zwei Mal im Jahr findet der Landeskongress der niedersächsischen JuLis statt. Dabei gibt es kein Delegiertensystem, sondern jedes Mitglied darf teilnehmen, reden, Anträge stellen und abstimmen. Der Landeskongress wählt den Landesvorstand. Außerdem berät und beschließt er die von Kreisverbänden, Landesarbeitskreisen (LAKs) und Einzelmitgliedern eingebrachten Anträge. Auch an den LAKs darf jedes Mitglied teilnehmen. Sie richten sich an Mitglieder, die sich mit einem politischen Ressort besonders intensiv beschäftigen möchten, z.B. mit Bildungspolitik, Innen- und Rechtspolitik oder Außenpolitik. Die Treffen der LAKs finden unregelmäßig statt, häufig in Hannover. Viermal im Jahr finden Liberale Jugendtage statt. Dabei kann man von kompetenten Referenten viel über unterschiedlichste politische Themen lernen. Zuweilen werden auch Fertigkeitenseminare angeboten, etwa Rhetorik.

Sogar auf Bundesebene kann sich jedes Basismitglied engagieren. Jährlich gibt es drei Politisch-Programmatische Wochenenden (PPW) in Gummersbach. Dort kann man sich intensiv mit einem politischen Thema auseinandersetzen.

 

Wie läuft ein Kreisverbandstreffen ab?

Die Kreisverbandstreffen finden in der Regel jeden zweiten Donnerstag um 19:00 Uhr statt. Die aktuellen Termine findest Du auch hier auf unserer Internetseite www.julis-osnabrueck.de. Mit den Einladungen an unsere Mitglieder und Interessenten wird immer eine Tagesordnung verschickt.

Die Themen sind sehr vielseitig. Es werden Inhalte aller politischen Bereiche diskutiert, die die Mitglieder interessieren. Häufig werden auch Anträge diskutiert. Jedes Mitglied hat die Möglichkeit, seine Ideen in einem Antrag niederzuschreiben. Auf den Sitzungen werden diese Anträge ausführlich diskutiert. Schließlich wird über sie abgestimmt.

Auch über aktuelle organisatorische Themen wird gesprochen. Beispielsweise werden Aktionsideen ausgetauscht, Wahlkämpfe geplant und JuLi-Partys organisiert. Die zweiwöchentlichen Sitzungen sind eher lockere Treffen als hochoffizielle Veranstaltungen. Meistens lassen wir den Abend danach gemeinsam in der Altstadt ausklingen.

Wie viel kostet die Mitgliedschaft?

Die Mitgliedschaft bei den JuLis Osnabrück-Stadt kostet 3€ pro Monat. Einen Teil der Beiträge muss der Kreisverband an den Landesverband abführen. Mit dem Rest wird die laufende Arbeit finanziert, also z.B. Aktionen und Wahlkämpfe.

Was ist der Unterschied zwischen JuLis und FDP?

Die JuLis sind der Jugendverband der FDP. Das heißt nicht, dass alle Mitglieder der JuLis auch Mitglied der FDP sein müssen, aber das bedeutet, dass wir unsere politischen Ideen in und mit der FDP umsetzen wollen. Dies tun die JuLis, indem sie frech, selbstbewusst und manchmal auch etwas hartnäckiger ihre Positionen vorbringen. Schon beinahe klassisch ist das Bild von den Jungen Liberalen als Hefe im Teig der FDP. Andere titulieren uns auch als den Stachel im Fleisch der FDP.

Es gibt auf jeden Fall viele Beispiele, die den großen Erfolg der JuLis zeigen: Wie die Abschaffung der Wehrpflicht war beispielsweise auch das Bürgergeld ursprünglich JuLi-Programmatik und wurde dann von der FDP übernommen.

Warum JuLis Osnabrück-Stadt?

Die JuLis gliedern sich in Kreisverbände, ähnlich den Kreisgebieten auf. Bei uns soll jedes Mitglied aktiv mitarbeiten können. Die Arbeit soll nicht nur vom Vorstand geleistet werden. Je größer der Kreisverband ist, desto schwieriger ist das möglich. Daher habt Ihr in der Stadt Osnabrück direkt die Möglichkeit, ortsnah und unkompliziert bei uns vorbeizuschauen.

Warum engagiert Ihr Euch für liberale Politik?

Spätestens mit der Großen Koalition hat eine Kultur der Verbote und der Überwachung Einzug gehalten. Im Zweifel entscheiden sich SPD, CDU/CSU, Linke und Grüne immer für staatliche Reglementierung und misstrauen damit grundsätzlich den Bürgern. Natürlich sind Regeln notwendig. Wer wüsste das besser als die Liberalen als Bewegung des Rechtsstaates. Dennoch brauchen wir keine allgegenwärtige Regulierungswut des Staates, die die Bürger entmündigt und unter dem Strich nur eines vergrößert: Den Schuldenberg der öffentlichen Hand.

Wir als JuLis bekennen uns hingegen zur Freiheit in Verantwortung. Wir wollen die Eigeninitiative fördern, statt sie zu erdrücken. Für uns soll sich Leistung lohnen. Gerechtigkeit heißt für uns eben auch soziale Gerechtigkeit. Daher setzen wir uns für die Förderung der sozial Schwachen ein, so diese sich nicht aus eigener Kraft helfen können. Ziel liberaler Sozialpolitik ist es, die Eigeninitiative der Menschen anzusprechen und Hilfestellung hin zu einem selbstversorgten und selbstbestimmten Leben zu geben. Wer sich nicht helfen kann beziehungsweise unverschuldet in Not gerät, darf und muss auf die Solidargemeinschaft vertrauen können. Ziel der Sozialpolitik darf es nicht sein, die Bürger künstlich schwach zu reden oder sie mit leeren Versprechungen zu beeindrucken. Damit mag „Die Linke.“ auf Stimmenfang gehen. Wir JuLis setzen vielmehr auf den aktivierenden Sozialstaat. Eine Vollversorgung durch den Staat ist weder bezahlbar noch erstrebenswert.

Soziales Engagement ist für die JuLis eine Grundlage für eine vernünftige Sozialpolitik. Millionen von Menschen engagieren sich in Deutschland ehrenamtlich. Ohne sie gäbe es kein reges Vereinsleben und viele soziale Projekte blieben Utopie. Daher favorisieren die JuLis das Modell der „liberalen Bürgergesellschaft“, die erst schaut, ob sie sich oder anderen nicht selbst helfen kann, bevor nach dem allgegenwärtigen Versorgungsstaat gerufen wird.