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Kartbahn: Julis kritisieren Stadt
Veröffentlicht am 31.07.2015 um 22:19 Uhr

Osnabrück. Die Jungen Liberalen Osnabrück-Stadt (JuLis) lehnen die städtischen Pläne für Bau und gegebenenfalls sogar Betrieb einer elektronischen Kartbahn im Nettetal strikt ab. Für die JuLis überschreiten Stadt und befürwortende Fraktionen im Rat mit ihrer Idee eine rote Linie.

"Der Bau einer Kartbahn ist weder eine öffentliche Aufgabe, noch gehört er zur Daseinsvorsorge. Es hat uns bitter überrascht, dass die Mehrheit im Rat bei der Einschätzung der vertretbaren wirtschaftlichen Betätigung der Kommune offenbar jedwedes Maß verloren hat", so der Kreisvorsitzende der JuLis, Eduard Mackert.

 

Es sei völlig unverständlich, dass die hochverschuldete Stadt in ein ökologisch sensibles Naherholungsgebiet eine Kartbahn realisieren wolle. "Das passt überhaupt nicht zum Ziel der Haushaltskonsolidierung", so Mackert.

 

Die Stadtwerke hätten auch keine Erfahrung in dem Segment. Vieles spricht auch dafür, dass Sie die Bahn am Ende auch betreiben, prognostizieren die JuLis. Dafür spricht auch, dass man den gesamten Bau nicht mit potentiellen Betreibern gemeinsam realisiert oder das Areal nicht für diese Zwecke am Markt platziert.

 

Mit dem Bau der E-Kartbahn schaffe man aus Sicht der JuLis Fakten, die irreparabel und voller Risiko seien. Bereits mit dem eigenen Fitnessstudio am Nettebad habe sich die Stadt über ihr Tochterunternehmen mit Steuermitteln auf einen Markt gewagt, der in Osnabrück bereits gut durch private Anbieter abgedeckt sei.

 

Die JuLis sehen Rat und politische Vertreter im Aufsichtsrat der Stadtwerke in der Pflicht, kritisch zu sein und endlich genauer hinzuschauen.

 

Das gelte insbesondere für den Oberbürgermeister und den Fraktionschef der CDU, die im anderen Fragen schon einen besseren marktwirtschaftlichen Kompass gezeigt hätten.

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