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Keinen Populismus bitte. Pistorius versucht sich als Hardliner a la Schünemann.
Veröffentlicht am 05.11.2012 um 14:24 Uhr

Zu den Äußerungen des Osnabrücker Oberbürgermeisters Boris Pistorius (SPD) über die Konsequenzen aus den Vorfällen beim Pokalspiel Hannover gegen Dresden erklärt die Kreisvorsitzende der JuLis Osnabrück-Stadt Kerstin Melles:

„Boris Pistorius versucht, sich mit seinen radikalen Forderungen als Schatteninnenminister zu profilieren. Er eifert damit Uwe Schünemann nach. Mit der Forderung, Dynamo Dresden drei Jahre lang aus dem DFB-Pokal auszuschließen, tritt Pistorius gleich doppelt ins Fettnäpfchen:

 

Er baut Druck gegenüber dem DFB auf, der in dieser Frage alleine entscheidungsberechtigt ist, und greift damit in die Unabhängigkeit der Sportselbstverwaltung ein. Das steht ihm nicht zu.

Noch schlimmer: Pistorius fordert eine Kollektivstrafe und möchte einen Verein für das Fehlverhalten einer Minderheit seiner Anhänger - nicht einmal seiner Mitglieder - bestrafen. Das trifft den falschen Akteur, denn der Verein hat sich nicht falsch verhalten. Im Gegenteil: Der Club wird für seine Fan(sozial-)arbeit der letzten Jahre auch noch bestraft. Pokalausschluss hieße Einnahmeausfall und somit weniger Geld für die Fanarbeit des Vereins. Pistorius' Vorschlag ist somit kontraproduktiv. Straftäter müssen konsequent und individuell bestraft werden. Dafür reichen die bestehenden Rechtsgrundlagen aus.

Pistorius soll sich um seine Aufgabe als Oberbürgermeister von Osnabrück kümmern, die ihn auch nach dem 20.01.2013 noch voll in Anspruch nehmen wird.“

 

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