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Sicherheitsgipfel kein Erfolg, sondern Türöffner für immer neue Restriktionen
Veröffentlicht am 18.07.2012 um 10:05 Uhr

Mit Bedauern haben die Jungen Liberalen Osnabrück-Stadt die Ergebnisse des sogenannten Sicherheitsgipfels zur Kenntnis genommen. DFB und DFL hatten dazu in Berlin geladen. Auch der VfL Osnabrück war vertreten.

„Es ist schade, dass anstelle eines intensiveren Dialogs mit den Fans einseitig auf immer neue Restriktionen gesetzt werden soll, um Gewalt in und um Stadien zurückzudrängen“, so die Kreisvorsitzende der Jungen Liberalen Osnabrück-Stadt Kerstin Melles. Das Ziel lässt sich nur durch mehr und nicht durch weniger Dialog erreichen, so die Jungliberalen.

 

Die Verschärfung der Höchstdauer von Stadionverboten auf zehn Jahre und die Verabschiedung eines Verhalteskodexes, der nicht mehr aussagt als die heutigen Stadienordnungen der Vereine zeigen aus Sicht der JuLis die Stoßrichtung der Veranstaltung: „Es geht anscheinend nicht darum Probleme zu lösen, sondern alleine darum, den Anschein zu erwecken, als würde gehandelt werden. Viel mehr als ein paar unsinnige Verschärfungen und einen medienwirksamen Verhaltenskodex hat der Sicherheitsgipfel nicht zutage gefördert“, so Melles. Alleine die Neuordnung der Finanzierung der Fanprojekte ist erwähnenswert: „Das Land Niedersachsen steht nunmehr in der Pflicht, die Stadt Osnabrück bei der Finanzierung der Hälfte des Osnabrücker Fanprojekts nicht alleine zu lassen“, fordert Melles.

Die Ankündigung von Innenpolitikern um Bundesinnenminister Friedrich (CSU), zur Winterpause weitere Schritte einzuleiten und die Abschaffung der Stehplätze in den Stadien mittelfristig doch ins Auge zu fassen, ist eine Verhöhnung der Fußballfans: „Jede Saison besuchen knapp 20 Millionen Zuschauer die Spiele der ersten drei Ligen. Der Anteil gewalttätiger oder gewaltgeneigter Fans liegt im Promille-Bereich. Hier sollen Millionen von Fußballfans in Sippenhaft für das Fehlverhalten einer kleinen Minderheit genommen werden. Das ist nicht akzeptabel“, so die JuLi-Kreisvorsitzende.

„Die Diskussion um reine Sitzplatz-Arenen ist eine Nebelkerze der Innenpolitiker von SPD und Union, um ohne große Beachtung andere Restriktionen, wie zum Beispiel Stadionverbote, auszuweiten“, glaubt Melles. Was ein Stehplatz-Verbot für den VfL bedeuten würden, hatten die JuLis erst vor wenigen Wochen in einer Presseerklärung verdeutlicht.

„Nachvollziehbar“ ist nach den JuLis die Nichtteilnahme des 1. FC Union Berlin an dem sogenannten Sicherheitsgipfel. Die „Eisernen“ hatte ihre Teilnahme aufgrund der späten Übermittlung des Diskussionspapiers und der Nichteinbeziehung der Fans abgesagt.

 

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