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Junge Liberale Bochum kritisieren Freiheitseinschränkungen an Karfreitag
Veröffentlicht am 26.03.2013 um 11:36 Uhr

Die Jungen Liberalen (JuLis) Bochum üben massive Kritik an der Entscheidung der Bezirksregierung Arnsberg, dass der Film „Das Leben des Brian“ an Karfreitag nicht öffentlich gezeigt werden darf. Die Initiative „Religionsfrei im Revier“ hatte sich mit einer entsprechenden Anfrage an die zuständige Genehmigungsbehörde gewandt.

„Hintergrund der Absage ist die veraltete gesetzliche Festlegung, dass der Karfreitag ein stiller Feiertag sein soll. Dies bedeutet, dass neben derartigen Filmvorführungen auch Tanzveranstaltungen verboten sind“, erläutert Lukas Krakow, Kreisvorsitzender der Bochumer JuLis.

Für die jungen Bochumer Liberalen ist ein solches grundsätzliches Verbot nicht akzeptabel. „Natürlich respektieren wir, dass christlich geprägte Menschen den Karfreitag als einen ruhigeren Tag der Trauer begehen. Dies darf aus unserer Sicht allerdings nicht dazu führen, dass eine große Anzahl an Freiheiten der übrigen Bevölkerung im öffentlichen Raum eingeschränkt wird. Eine solche religiöse Bevormundung, gerade bei stillen Feiertagen, lehnen wir ab“, stellt Krakow fest.

Programmatisch haben sich die Bochumer JuLis bereits grundsätzlich mit dieser Thematik befasst. Mit einem eigenen Antrag auf dem Landeskongress der JuLis NRW haben sie sich dafür eingesetzt, sämtliche religiösen Feiertage durch weltliche zu ersetzen. Durch Feiertage wie einen Europatag oder einen Tag der Menschenrechte solle der Tatsache Rechnung getragen werden, dass unsere Gesellschaft inzwischen so heterogen geworden ist, dass nur noch eine Minderheit kirchliche Feiertage aus den ursprünglichen religiösen Gründen begeht. Darüber hinaus weisen die JuLis darauf hin, dass es in Deutschland ohnehin keine Staatskirche gebe.

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