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Von Säkularisierung keine Spur
Veröffentlicht am 01-04-09 um 13:06 Uhr

NÜRNBERG – Die Jungen Liberalen Mittelfranken unterstützen die Klage der sieben Professoren gegen die Ausschreibung von Konkordatslehrstühlen. In einem säkularisiertem Bildungssystem ist für die seit 1924 bestehende Regelung kein Platz mehr.

Bereits seit geraumer Zeit wird der Lehrstuhl für Praktische Philosophie an der FAU nicht neu besetzt! Es lässt sich kein Bewerber finden, der sowohl die fachliche, als auch die religiöse Komponente erfüllt. Das kann nicht im Sinne der Universität und schon gar nicht im Sinne der Studenten sein!

Ein Konkordatslehrstuhl sichert die Vertretung der katholischen Kirche im Hörsaal. Nur wird dieser katholische Einfluss dem Studenten nicht  einmal mitgeteilt. Der Student kann es sich also nicht aussuchen, ob er  von einem katholisch geprägten Dozenten unterrichtet wird oder nicht! Manuel Röhrich,selbst Student an der FAU (Politik) und Bezirksvoristzender der JuLis Mittelfranken, spricht das aus, was viele denken: "Warum muss ein Lehrstuhl für politische Philosophie unbedingt von der katholischen Kirche beeinflusst werden?"

Für Bewerber um einen Lehrstuhl ist es ein unfaires Verfahren. Sie müssen fest davon ausgehen, dass sie nicht genommen werden, weil ihre Konfession nicht passt. Durch dieses Bewerbungsschema gehen der Uni Erlangen und auch ganz Bayern gute Lehrkräfte verloren. Es ist nicht sinnvoll, bereits im Vorfeld Bewerber wegen ihrer Religionszugehörigkeit auszugrenzen. Das Konkordat sollte im katholisch-theologischen Bereich bleiben und nicht humanistisch geprägte Fächer besetzten wollen.


Sandra Bück (V.i.S.d.P.)
stellv. Bezirksvorsitzende JuLis Mittelfranken (Pressesprecherin)

0163 2940088

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