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Wissenschaftsstandort Hamburg wird Makulatur
Veröffentlicht am 25-05-11 um 09:59 Uhr

Die Jungen Liberalen (JuLis) Eimsbüttel lehnen die geplanten Kürzungen im Hochschulbereich ab. Die Sparvorschläge des Senates sehen vor, dass der Jahresetat der Universität Hamburg um mehr als 20 Mio. Euro gekürzt wird.

Effektiv ist die Kürzung sogar noch größer, da hierbei noch nicht die jährlichen 10 Mio. Euro berücksichtigt sind, die der schwarz-grüne Senat für die Sanierung der Universität in Aussicht gestellt hatte und die jetzt nicht mehr eingeplant sind. Zudem drohen weitere Einnahmeverluste urch die Abschaffung der Studiengebühren.

„Die Hochschulpolitik der SPD ist eine reine Farce“, sagt Benjamin Schwanke, Vorsitzender JuLis Eimsbüttel. Frau Stapelfeldt hat noch im November 2010 die geplanten Kürzungen im Hochschulbereich kritisiert und dadurch den Wissenschaftsstandort Hamburg als gefährdet angesehen. Zudem hat sie sich für den Erhalt und die Sanierung des Universitätsstandortes stark gemacht. Daher wäre die Senatorin nunmehr auch in der Pflicht, sich für Investitionen in den Wissenschaftsstandort Hamburg einzusetzen.

Stattdessen trägt sie aber die Kürzungspläne mit und setzt zudem noch die Abschaffung der Studiengebühren durch.

„Die jetzige Wissenschaftspolitik zeigt, dass die Versprechungen der SPD nur Schall und Rauch waren und Frau Stapelfeldt genauso konzeptlos agiert wie ihre Vorgängerin“, meint Benjamin Schwanke weiter. Der Wissenschaftsstandort Hamburg werde dadurch nicht nur noch mehr gefährdet, sondern er droht Makulatur zu werden.

Nach Ansicht der JuLis Eimsbüttel bedarf es eines grundlegenden Neuanfangs in der

Hochschulpolitik.

„Neben der finanziellen Absicherung der notwendigen Baumaßnahmen, benötigen wir ein Gesamtkonzept für die „Aus- und Weiterbildung“, erklärt der Bezirksvorsitzende.

Eckpunkte sollten dabei sein:

das System der Aus- und Weiterbildung ist stärker an den Interessen der Studierenden und Auszubildenden auszurichten. Die Ausbildungsgänge sind zu verschlanken, so dass schnell ein berufsqualifizierender Abschluss erreicht werden kann. Weitere Spezialisierungen sollen durch entsprechende Aufbaugänge erreicht werden können. Damit die Studierenden und Auszubildenden auch auf die Qualität der Ausbildungsgänge Einfluss nehmen können, sollten sie auch an den Kosten beteiligt werden. Entsprechende Gebühren sollen vorrangig über Stipendien und Bildungsgutscheine finanziert werden.

Nur auf diese Weise kann eine Verbesserung der Studiensituation erreicht werden. Durch die nun zu befürchtende Schließung von Fachbereichen und der Entlassung von wissenschaftlichen Personal wird die Universität Hamburg noch weniger in der Lage sein, die Qualitätsanforderungen des Bologna-Prozesses zu erfüllen und Höchstleistungen in der Forschung zu erbringen.

„Damit ein solches Konzept realisiert werden kann und der Wissenschaftsstandort Hamburg noch eine Zukunft behält, fordern wir den Senat der Freien und Hansestadt Hamburg auf, die geplanten Kürzungen im Wissenschaftssenat zurückzunehmen“, so der Bezirksvorsitzende abschließend.

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