FAQ

1. Seit wann gibt es die Jungen Liberalen und wie groß ist der Verband?

 

Die Jungen Liberalen (JuLis) gibt es seit 1980. Als Nachwuchsorganisation der FDP wurden sie 1982 anerkannt. Der Bundesverband hat über 10.000 Mitglieder zwischen 14 und 35 Jahren. Im Herbst 1990 vereinigten sich die JuLis mit der Jungliberalen Aktion der DDR (JuLiA). (Die FDP war durch Vereinigung mit den Ost-Liberalen die erste Gesamtdeutsche Partei). Leider sind die ostdeutschen Landesverbände zahlenmäßig um einiges schwächer als die westdeutschen. Wir arbeiten daran....

 

 

2. Worin seht Ihr Eure Aufgabe?

 

Wir wollen die Interessen der jungen Generation vertreten; als Grundlage dafür betrachten wir den Liberalismus. Wir wollen, dass junge Menschen an Entscheidungen beteiligt werden. Schließlich sind wir es, die die Folgen auszubaden haben: Wir sind die Erben, und dieses Erbe (Schuldenberge, kaputte Umwelt etc.) kann man nicht ausschlagen!
=> Das Motto "Jetzt kaufen, später bezahlen!" ist unsozial.

 

 

3. Was bedeutet für Euch Liberalismus?

 

Liberalismus bedeutet für uns Offenheit, Toleranz und Freiheit. Die Freiheit des einzelnen ist für uns die grundlegende Norm. Die entscheidende Frage ist nicht, wie viel Freiheit der Staat dem Bürger einräumt, sondern inwieweit der Bürger dem Staat die Einschränkung seiner Freiheit erlaubt. Dies sind für uns aber keine leeren Floskeln. Deshalb treten wir entschlossen für ein Vereinigtes Europa ein, in dem der Mangel an Demokratie z.B. durch eine Stärkung des Europäischen Parlamentes behoben wird.
Unter Europa verstehen wir nicht die Regelungswut der Brüsseler Bürokraten; viel wichtiger ist für uns eine gemeinsame Außenpolitik, die sich für die Einhaltung der Menschenrechte in anderen Ländern einsetzt.<o:p></o:p>

Freiheit bedeutet für uns auch die Freiheit unserer Generation. Wir wollen, dass Schluss ist mit einer Politik, die zu Lasten der jungen Menschen geht. Wir wollen nicht, dass Politiker Schuldenberge anhäufen, für deren Folgen sie nicht mehr einzustehen haben.
Statt Geld in veraltete Industrien und Strukturen zu pumpen, wollen wir mehr Kohle für die Bildung. Das bedeutet konkret: Kleinere Klassen, mehr Lehrer, höhere Etats an den Schulen, damit endlich überall PCs mit Internetzugang stehen....

Das bringt Freiheit.

Freiheit bedeutet aber auch, einen Ausbildungsplatz zu haben. Wir wollen nicht auf unsere Chancen verzichten, um aussterbende Berufszweige mit zu hohen Dauersubventionen zu unterstützen. Also individuelle marktwirtschaftliche Mechanismen und keine Ausbildungsplatzabgabe.

 

 

4. Wie seid Ihr organisiert?

 

 

Bei den Jungen Liberalen gibt es den Bundesverband, 16 Landesverbände und die Kreis- und Ortsverbände. Die Bezirksebene haben wir (zumindest in Niedersachsen und vielen anderen Ländern) nicht, da sie nach unserer Meinung unnütz ist und generell abgeschafft werden sollte.
Es gibt den Bundesvorstand, die Landesvorstände, die Kreis- und Ortsvorstände. Auf Mitgliederversammlungen bis einschließlich der Landesebene ist jedes Mitglied stimmberechtigt, auf dem Bundeskongress lediglich die Delegierten.

Ganz wichtig für die Ausarbeitung unser Interessen sind natürlich die Bundes- und Landesarbeitskreise. Es gibt sie zu allen Themenbereichen: Außen- und Europapolitik; Innen und Recht; Soziales, Familie und Gesundheit; Schwulen und Lesben; Umwelt; Wirtschaft und Finanzen; Bildung bzw. "Liberale Schüler".

Auf Kreisebene hier in Wolfsburg treffen wir uns regelmäßig wöchentlich. Bestimmte Gruppen (Arbeitskreise, Vorstand ...) auch öfter.

 

 

5. Wie ist Euer Verhältnis zur FDP?

 

 

Wir sehen in der FDP natürlich unseren politischen Ansprechpartner, legen aber auf unsere - auch juristische - Selbständigkeit großen Wert.
Viele Ziele wollen wir gemeinsam mit der FDP verwirklichen, bei anderen üben wir Kritik.
Um JuLi zu sein, muss man natürlich nicht Mitglied der FDP sein.

 

 

6. Was kann man gegen Politikverdrossenheit tun?

 

Man muss Jugendlichen interessante und handfeste Themen geben, keine Laberei.
Außerdem sollte Politik - gerade von jungen Leuten - immer ehrlich sein. Oft wundern wir uns, wieviel Informationsbedarf in der Jugend besteht.
Außerdem bedeutet Politik natürlich auch immer Party....
Die Junge Union hat einmal gesagt, Politik sei 50% Arbeit und 50% Party. Wir stattdessen machen keine halben Sachen: Bei uns heißt es: Politik ist 100% Arbeit und 100% Party. Denn wenn Arbeit Spaß macht, empfindet sie keiner als wirkliche Arbeit.

 

 

7. Was erwartet mich, wenn ich mich bei Euch engagiere?

 

Bei uns kann man, wenn man sich engagiert, viel Spaß haben, im Team arbeiten. In unseren Landesarbeitskreisen, die meisten tagen ca. alle acht Wochen (oft in Hannover), hast Du die Gelegenheit, inhaltlich tiefgreifender zu diskutieren. In den Bundesarbeitskreisen, die zweimal jährlich in Berlin bzw. Gummersbach b. Köln tagen, hat man Zeit, sich ein ganzes Wochenende mit einem oder zwei Themen zu beschäftigen. Nebenbei lernst Du z.B. noch Berlin und ganz viele nette, aufgeschlossene junge Menschen kennen. (Die JuLis übernehmen übrigens einen Großteil der Kosten.)
Auf Kreisebene ist die Arbeit konkreter und ungezwungener, oft bereiten wir uns im Kreisverband auch inhaltlich auf Bundes- oder Landesveranstaltungen vor. Neben Kommunalpolitik beschäftigen wir uns hier natürlich auch mit anderen Politikfeldern.

 

 

8. Aber was unterscheidet Euch von anderen?

Gerade bei uns Liberalen gibt es keine einfachen Wahrheiten, kein Schwarz und Weiß, kein gut und böse... Die Welt ist kein Märchen und erst recht nicht einfach.
Wir sind klein, dafür aber flexibler und moderner. Wir sind weder links noch rechts, sondern einfach liberal. Wir packen die Themen unvoreingenommen an. Größere Verbände haben oft Schwierigkeiten, schnell auf Veränderungen zu reagieren, weshalb sie im allgemeinen eher konservativ in alten Strukturen verharren

Dazu Dante:

Der eine wartet
bis die Zeit sich wandelt.

Der andere packt sie an

und handelt.

Wir freuen uns auf Dich!