2004

Arbeitgeberinteresse an Ausbildung erhöhen vom 13.12.2004

Junge Liberale für Abschaffung des Zweiten Berufsschultags

Die Jungen Liberalen in Troisdorf wollen durch die Abschaffung des Zweiten Berufsschultages die berufliche Ausbildung für die Betriebe attraktiver machen und so dem Mangel an Ausbildungsplätzen entgegenwirken.

"Der schon bestehende Mangel an Ausbildungsplätzen wird sich bis zum Jahr 2007 noch deutlich verschärfen. Wenn wir diesen Zuwachs verkraften wollen, müssen wir mit aller Macht neue Ausbildungsplätze schaffen," so Sebastian Thalmann, Vorsitzender der Jungen Liberalen. Nach einer regionalisierten Schülerprognose des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik NRW werden noch für mehrere Jahre insgesamt mehr Schulabgänger erwartet als bislang üblich.

Mit der Abschaffung des Zweiten Berufsschultages soll die Präsenz der Auszubildenden in ihrem Unternehmen erhöht werden und sich so die Ausbildung auch aus Sicht der Betriebe besser lohnen. Thalmann: "Der Ausbildungskonsens der Landesregierung zeigt für unsere Region leider nicht die erhoffte Wirkung. Viele Ausbilder sind nicht mehr bereit, ihre Azubis an zwei Tagen in die Berufsschule zu schicken, damit sie dort Unterricht in Fächern wie Religion und Sport erhalten. Wir sollten die schulischen Präsenzzeiten auf den berufsbezogenen Unterricht an einem Tag konzentrieren."

Nach aktuellen Umfragen wären bei einer höheren Präsenzrate der Auszubildenden in ihrem Ausbildungsbetrieb deutlich mehr Betriebe bereit, überhaupt auszubilden oder die Ausbildungskapazitäten zu erhöhen.

 

 

 

Nichtwählen heißt Rechtsextreme wählen! vom 20.09.2004

Jungliberale fordern zum Wählen auf

Die Jungen Liberalen Troisdorf bitten alle Bürger Troisdorfs, von ihrem Stimmrecht Gebrauch zu machen und die jungen Kandidaten der FDP in den Stadtrat zu wählen. Denn mit fünf Personen, die weit unter 30 Jahre alt sind, unter den ersten zehn Listenplätzen bietet die FDP die jüngste Liste unter den Troisdorfer Parteien an. Deshalb geht auch die Bitte besonders an die Jugendlichen, damit auch ihre Interessen demnächst im Stadtrat vertreten werden.

Die Nichtabgabe der Stimme bedeutet gleichzeitig die Stärkung extremer Parteien. „Die besten Aktionen gegen Rechts verpuffen, wenn durch eine niedrige Wahlbeteiligung eine rechtsextreme Partei ein Mandat im Troisdorfer Stadtrat oder im Kreistag erlangt“, so Claudia Thalmann, Vorstandsmitglied der Jungen Liberalen und Stadtratskandidatin. Allein dies sollte Ansporn sein, um am 26. September wählen zu gehen und so rechtsextremen Gruppierungen den Zugriff auf den Rat und den Kreistag zu verwehren.

 

 

JuLis sprechen sich für Disko auf Troisdorfer Stadtgebiet aus vom 20.09.2004

Den Troisdorfer Jugendlichen wird jedes Wochenende schmerzhaft bewusst, dass in Troisdorf kaum Platz für sie ist, da kein geeignetes Abend- und Nachtangebot zu finden ist.

Die Jungen Liberalen Troisdorf sehen aber nach Andeutungen der anderen politischen Jugendorganisationen gute Chancen, dass in der neuen Legislaturperiode das Thema Diskothek durch eine Initiative der jungen Ratsmitglieder erneut auf der Tagesordnung des Stadtrates stehen wird.

„Wenn sogar die Junge Union dafür eintritt, sollte dies den älteren Herrschaften in der CDU zu denken gegen, da nach ihrer Ansicht in einer Disko oder deren unmittelbaren Nähe nur drogensüchtige und kriminelle Jugendliche ihre Zeit verbringen.", erinnert Sebastian Thalmann über die Begründungsansätze der CDU bei den Diskussionen in den Ausschüssen.

Zwei Bedingungen wollen die Jungen Liberalen jedoch für einen möglichen Standort anbringen:

1) Der Standort sollte gut per Auto zu erreichen und an den ÖPNV angebunden sein.

2) Die Beeinträchtigung der Nachbarn muss so gering wie möglich ausfallen.

 

 

Keinen Einheitsbrei im Schulsystem vom 20.09.2004

JuLis gegen Auflösung der Differenzierung

 

Die Jungen Liberalen Troisdorf sehen in der Vereinheitlichung der Schultypen bis zur neunten Klasse keinen Vorteil für die Qualitätssteigerung. Vielmehr sehen sie eine Gefahr darin.

„Wie soll ein Lehrer bei 30 Schülern in der Klasse denn die fördern, die begabter sind als die Mitschüler? Das ist heute schon nicht möglich“, fragt Sebastian Thalmann. Wenn nun die Vereinheitlichung der Schultypen eintreten sollte, ist die Spanne zwischen begabten und eher schwächeren Schülern noch größer.

Probleme sehen die Jungliberalen vielmehr im Lehrermangel, Motivationsschwierigkeiten der Schüler und dem noch immer sehr hohen Unterrichtsausfall. Erst wenn diese Mängel behoben sind und keine Verbesserung der Situation eintritt, sollte über eine derart umfangreiche Strukturreform nachgedacht werden. Natürlich sehen die Jungen Liberalen das Problem, dass die weitere Entwicklung eine Frage des Geldes ist. Hier sehen sie aber Möglichkeiten, dieses Problem zu minimieren: Reduktion der Subventionen im Bereich der Steinkohle und der Windenergie.

 

 

JuLis sprechen sich gegen möglichen Bau von Wind-kraftanlagen im Norden vom Ortsteil Bergheim aus vom 19.08.2004

Die Jungen Liberalen Troisdorf haben sich auf der ersten Sitzung des neu gewählten Vorstandes dagegen ausgesprochen, Windkraft-anlagen im Norden des Ortsteiles Bergheim an der Grenze zur Stadt Niederkassel am Mondorfer See zuzulassen.

Der Troisdorfer Stadtrat hat in einer der letzten Sitzungen nach langer Suche dieses Gebiet ausgewählt, um Investoren ein privile-giertes Gebiet für diese Anlagen auszuweisen. Diese Vorgehens-weise ist durch Vorschriften des Bundes vorgegeben. Jedoch glau-ben die JuLis, dass dieses Verfahren gegen Bauplanungsrecht ver-stößt, da bei einer möglichen Zulassung keine ordentliche Abwä-gung öffentlicher und privater Belange erfolgen wird. Konkret könnte dabei erheblich ins Gewicht fallen, dass die Gemeinde Nie-derkassel aus der Presse erfahren mußte, dass die Stadt Troisdorf das bevorzugte Gebiet an besagter Stellen ausweisen wollte. Eine nachbarschaftliche Information hat somit nicht stattgefunden, ob-wohl dies das Bauplanungsrecht vorschreibt.

Des weiteren können sich die Julis nicht vorstellen, dass auf Trois-dorfer Stadtgebiet eine solche Windkraftanlage effizient arbeiten könnte. Neben der Problematik der Subventionierung dieser Anla-gen kommt noch die Verschandelung der Landschaft als Gegenar-gument in Betracht. „In Bergheim wollen wir keine 100m hohen Windräder!", so Sebastian Thalmann, FDP-Stadtratskandidat für Bergheim. Die Zulassung einer Windkraftanlage an dieser Stelle könnte einen Domino-Effekt zur Folge haben, in der Form, dass die Gemeinde Niederkassel ebenfalls an das Troisdorfer privilegierte Gebiet angrenzend ihr Gebiet ausweist und so nicht nur drei, son-dern sechs oder mehr Windkraftanlagen in diesem Bereich entste-hen könnten.

Aus den genannten Gründen lehnen die JuLis Troisdorf schon jetzt einen möglichen Bau einer Windkraftanlage ab und kündigen Maßnahmen bei einer konkreten Bauabsicht an.

 

 

JuLis nicht nur stark vor Ort, sondern auch stark im Netz vom 12.08.2004

Im ersten Jahr 3000 Besucher

Seit einem Jahr sind die Jungen Liberalen online. Unter www.julis-troisdorf.de kann sich jeder Interessierte über den Vorstand, Anträge und weitere Aktionen informieren.

Dieses Angebot nutzten im ersten Jahr 3000 Besucher, das sind durchschnittlich im Monat 250 Klicks. Das zeigt, dass sich in Troisdorf viele Menschen über das Internet über Kommunalpolitik informieren. „Bei diesen Zahlen ist es unverständlich, dass die Stadt die Bürger über die Entwicklung in den politischen Gremien so schlecht informiert und sich informieren lässt,“ so Sebastian Thalmann, der Vorsitzende der Jungen Liberalen Troisdorf.

Er spielt damit auf den schlechten Informationsservice auf der Internetseite der Stadt Troisdorf an. „Entweder stehen die Informationen graphisch unansehnlich oder überhaupt nicht zur Verfügung.“ Die JuLis wollen sich in der neuen Legislaturperiode dafür stark machen, dass das Informationssystem der Stadt Troisdorf modernisiert wird. Als Vorbild könnte der Service des Rhein-Sieg-Kreises dienen. Nach Ansicht von Claudia Thalmann, Kandidatin für den Stadtrat, könnte somit der Bürger, wann es ihm passt, Informationen über die politischen Entwicklungen vor seiner Tür unbürokratisch beziehen.

Um den Informationsdurst der Troisdorfer weiter zu fördern, ist auf der Internetseite der JuLis ein Quiz, wo es ganz allgemein um liberale Themen geht, die es im Auswahlverfahren zu beantworten gilt. Einem Gewinner winkt ein Preis.

 

 

Vorstandswahlen mit vielen Anträgen vom 18.07.2004

JuLis haben viel vor bei der Kommunalwahl

Am 14.07.2004 trafen sich die Mitglieder der liberalen Jugendorganisation in der Gaststätte Weis in Troisdorf-Bergheim, um einen neuen Vorstand zu wählen. Dabei blieb die Führung des Verbandes weiterhin in den Händen von Sebastian Thalmann (24), Student aus Müllekoven. Aus dem Amt des Stellvertreters schied Michael Facius (21) aus beruflichen Gründen aus, übernimmt aber weiterhin die Gestaltung der Internetseite www.julis-troisdorf.de. Als sein Nachfolger wurde Jan Pöller (24), ebenfalls Student aus Sieglar gewählt. Den Posten der Schatzmeisterin übernimmt für ein weiteres Jahr Claudia Thalmann (21), ebenfalls Studentin aus Müllekoven.

Die Leitung des Kongresses lag in den Händen von Ruprecht Türk, dem FDP-Bürgermeisterkandidaten. Er freut sich, dass so viele Jungliberale so engagiert in Troisdorf mitarbeiten. Seiner Ansicht nach spricht auch die FDP-Reserveliste dafür, denn unter den ersten zehn Plätzen auf der Liste befinden sich fünf JuLis. "Damit bietet die FDP die jüngste Liste aller antretenden Gruppierungen bei der Kommunalwahl. So mischen wir Erfahrung mit frischen Ideen!", so Türk. Beste Aussichten in den Rat gewählt zu werden, hat dabei Sebastian Thalmann, der auf Listenplatz 3 steht.

Neben der Wahl des Vorstandes standen noch drei Anträge zur Abstimmung. Ein Antrag befaßte sich mit einem Alternativkonzept für den von JuLis und FDP angestrebten Nachtbus von Troisdorf nach Bonn. Die Forderung eines anderen Antrages will die Recherche der Bürger in den Protokollarchiven des Rates und der Ausschüsse erleichtern. Der dritte Antrag schließlich bezieht sich auf die Ausweitung der Mitwirkungsrechte von Jugendlichen. Alle Anträge stehen im Kontext mit dem von der FDP am vorangegangenen Montag verabschiedeten Wahlprogramm, in das auch die JuLis ihre Ideen haben einfließen lassen.

 

 

Von links: FDP Ratsmitglied Ruprecht Türk, Sebastian Thalmann, Claudia Thalmann, Jan Pöller

JuLis fordern eine EU-Referendum wie in Großbritannien und Frankreich vom 15.07.2004

Schnelle Grundgesetzänderung für schnelle Abstimmung

Die Jungen Liberalen Troisdorf sehen in den Bestrebungen Frankreichs und Großbritanniens, ein Referendum über die Einführung der EU-Verfassung zuzulassen, einen Schritt nach vorn, dem sich die deutsche Regierung nicht verweigern kann. Die rot-grüne Regierung sollte auch hier ein Signal setzen und die Mündigkeit der Bundesbürger akzeptieren und sie nicht weiter bevormunden.

Zehn Staaten in der Europäischen Union wollen ein solches Referendum in ihren Staaten in die Wege leiten. Sogar der Bundeskanzler äußert sich optimistisch, dass auch in den Ländern, in denen das Volk direkt über die Verfassung abstimmen darf, am Ende der Verfassungsentwurf die nötige Zustimmung finden wird. Somit sollte auch der deutsche Gesetzgeber die Möglichkeit im Grundgesetz einfügen, dem deutschen Volk eine Mitbestimmung über die europäische Zukunft zu geben. Sebastian Thalmann, Vorsitzender der JuLis Troisdorf, sieht darin auch eine Chance, Europaskeptiker von den Vorteilen der Union zu überzeugen. Gleichzeitig ermahnt er aber auch die Medien, nicht immer nur die negativen Auswüchse der EU zu kritisieren, sondern auch deren Vorzüge in den Vordergrund zu rücken. An erster Stelle steht dort nämlich der dauerhafte Frieden in Europa, was ein nicht zu unterschätzender Faktor ist. Es folgen Rechtsangleichungen, Öffnung der Märkte, Freizügigkeit und viele andere Punkte, die heute in den Medien leider von Skandalen und der Bürokratie Brüssels überdeckt werden, die jedoch auch nicht unterschätzt werden dürfen.

Die Bundespolitiker sollten die Briten oder Franzosen nicht für demokratisch reifer als die Deutschen halten. Die Zustimmung für die EU-Verfassung steht nämlich weder in Frankreich, noch in Großbritannien fest, vielmehr muss dort genauso viel Überzeugungsarbeit geleistet werden wie es in Deutschland von Nöten wäre. Chirac und Blair wagen aber diesen mutigen und zukunftsweisenden Schritt. Die Jungen Liberalen hoffen auch auf den Mut der Politiker im Bundestag einer diesbezüglich notwendigen Grundgesetzesänderung zuzustimmen.

Forderung nach Reform der Pflegeversicherung vom 06.05.2004

Auf der öffentlichen Mitgliederversammlung der Jungen Liberalen Troisdorf stand neben Vorbereitungen der Europa- und Kommunalwahl die Reform der Pflegeversicherung auf der Tagesordnung.

Grund dieses Punktes war der 10. Geburtstag der Pflegeversicherung, denn am 22. April 1994 verabschiedete der Bundestag das Gesetz zur Einführung der Pflegeversicherung. Der damalige Bundesarbeitsminister Norbert Blüm wollte sich ein Denkmal in der Ahnengalerie der großen deutschen Sozialpolitiker schaffen. Die Pflegeversicherung sollte zur fünften Säule der Sozialversicherungen werden.

Doch bereits zehn Jahre danach wissen wir, dass die Pflegeversicherung im Umlageverfahren ein Riesenfehler war. Sie ist gescheitert. CDU-Blüm, SPD-Dreßler und Co. wollten die absehbaren Probleme nicht wahrhaben.

Heute steht die Pflegeversicherung vor dem Kollaps: Während einerseits die Pflegeleistungen seit 1995 nicht gestiegen, sondern real gesunken sind, steigen andererseits die Defizite in der Pflegekasse und die Zahl der Pflegebedürftigen deutlich an. Für 2003 wird ein Defizit von 700 Millionen Euro angenommen. Die Rücklagen sind vermutlich bis zum Jahre 2008 komplett aufgebraucht. Im Jahr 2020 werden in Deutschland ca. 3 Millionen Menschen pflegebedürftig sein. Das Umlageverfahren stößt an seine Grenzen. Daher ist die Pflegeversicherung dringend reformbedürftig. "Heute können wir das Steuer noch rumreissen", so Sebastian Thalmann, Vorsitzender der Jungen Liberalen Troisdorf. Er weiß nicht, wann die letzte Chance vertan ist, aber die Rentenversicherung geht als mahnendes Beispiel voran.

Deshalb muss das Ziel der Aufbau eines Kapitalstocks auch in der Pflege sein. Nur wenn wir heute mit dem Aufbau eines Kapitalstocks beginnen, können wir die kommenden Lasten fair auf die Generationen verteilen.

Beides ist nötig: eine Dynamisierung der Leistungen und der Aufbau eines Kapitalstocks. Zusammen sind sie nur erreichbar, wenn wir jetzt den Umstieg auf eine kapitalgedeckte Säule in der Pflegeversicherung beginnen.

 

 

Bürgermeister weiter gegen jugendfreundliches Troisdorf vom 29.04.2004

Ablehnung von Präsentation der bisherigen Ergebnisse der beratenen Gremien bezüglich eines Kinder- und Jugendparlamentes in Troisdorf

Seit nunmehr vier Jahren engagieren sich die Grünen und die FDP für ein Kinder- und Jugendparlament in Troisdorf. Ihr Engagement trifft jedoch auf ungebrochene Ablehnung bei der Verwaltung und der Mehrheitsfraktion. Die jungen Politiker in den Parteien namens der Grünen Jugend und Jungen Liberalen forderten aber wiederholt eine Initiative der Verwaltung, wozu diese bereits seit Ende 1999 in Form eines Ratsbeschlusses, der von allen Fraktionen getragen wurde, verpflichtet ist. Auch die CDU hatte sich 1999 für ein Kinder- und Jugendparlament, will sich heute jedoch nicht länger an diesen Beschluss festhalten lassen. Auf Nachfrage beruft sie sich auf Beratungen von Arbeitskreisen und Ausschüssen. Sie sieht keinen weiteren Handlungsbedarf des Rates. In den für die Thematik zuständigen Jugendhilfeausschuss ist das Thema "Kinder- und Jugendparlament" jedoch im vergangenen Jahr kein einziges Mal auf der Tagesordnung erschienen.

Auf Nachfragen von Herrn Türk (FDP) und Herrn Möws (Grüne) versprach die Verwaltung, dass Ergebnisse in der nächsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses auf der Tagesordnung stehen würden, was sich jedoch als unwahr herausstellte. Auch die darauf folgende Sitzung des Jugendhilfeausschusses befasste sich nicht mit dieser Thematik.

Um der Verwaltung unter die Arme zu greifen, entwickelten die Jungen Liberalen ein Konzept, das als Diskussionsgrundlage dienen sollte, wie ein Kinder- und Jugendparlamente aussehen könnte. In Absprache mit der Grünen Jugend wurde dieses Konzept in die jeweilige Mutterpartei getragen. Schließlich sollte es in den Rat eingebracht werden.

Der Bürgermeister lehnte den Antrag aber mit der Begründung ab, dass mehrere "Gremien" bereits seit vier Jahren an der Thematik arbeiten würden. Er könne den Antrag jedoch der Vorsitzenden des Jugendhilfeausschusses zur Kenntnisnahme gereichen. Herr Türk (FDP) lehnte eine Verweisung jedoch ab und präzisierte sein Anliegen dahingehend, dass dann die "Gremien" ihre Ergebnisse der letzten vier Jahre zur nächsten Ratssitzung präsentieren sollten, um den derzeitigen Sachstand zu erfahren Die Antwort des Bürgermeister fiel erneut negativ aus.

Die Grüne Jugend und die Jungen Liberalen werden sich aber weiter dafür einsetzen, dass die Jugend in Troisdorf nicht länger mit vordergründigen und unwahren Behauptungen abgespeist wird. Wir wollen die Ergebnisse, falls die Thematik tatsächlich von der Verwaltung verfolgt worden ist. Sollte der Bürgermeister in diesem Punkt die Unwahrheit sagen, fordern wir ihn auf, sich öffentlich bei der Jugend zu entschuldigen. Ansonsten droht ihm am 26.09.2004 ein Denkzettel der Jugend!

 

 

FDP-Finanzierungsvorschlag für Nachtbus zwischen Troisdorf und Bonn abgelehnt vom 31.03.2004

JuLis werfen Verwaltung einen Mangel an Flexibilität vor

Auf der Sitzung des Bau- und Verkehrsausschusses am 30.03.2004 stand das Thema Nachtbus Troisdorf-Bonn erneut auf der Tagesordnung. Diesmal hatte die FDP einen von den Jungen Liberalen erarbeiteten Finanzierungsvorschlag zur Deckung der Kosten für die Nachtbus-Linie zwischen Troisdorf Bahnhof und Bonn Bahnhof eingebracht.

Durch eine Taktreduzierung von 12 bzw. 18min auf 20min hätten täglich drei Busse der Linie 551 eingespart werden können. Damit hätte neben der Kosteneinsparung nicht nur die Anzahl der "Leerfahrten" der Linie 551 reduziert, sondern auch die Fahrzeiten für die Benutzer einprägsamer gemacht werden können. Der Beschlussentwurf der Verwaltung sah jedoch eine Ablehnung des Finanzierungsvorschlages vor. Die Sachdarstellung untermauerte zwar den Beschlussentwurf der Verwaltung, jedoch zeigte diese zwischen den Zeilen die Ablehnung der Nachtbus-Linie durch die Verwaltung. So begründet sie die Ablehnung damit, dass zwei von vier Bussen der Linie 551 pro Stunde an Nachmittagen erst von Rotter See abfahren. Würde ein Bus mit Start Rotter See wegfallen und eine 20min Taktung eingeführt, so würde man am Bahnhof auf einen Bus 20min, auf den nächsten aber 40min warten müssen. Deshalb modifizierte Ruprecht Türk, FDP-Einzelkämpfer im Rat, den Antrag und forderte drei Busse, die alle 20min von Troisdorf Bahnhof starten sollten. Bei dieser Diskussion outete sich auch die CDU als kategorischer Nachtbus-Gegner. Exemplarisch die Äußerung eines CDU-Ausschußmitgliedes: "Stellen sie es zur Abstimmung, wir stimmen eh dagegen!"

Statt eines Nachtbusses auf der Linie 551 wird jedoch auf Antrag der Mehrheitsfraktion ein "Nachtbus light" eingeführt, den die FDP zwar grundsätzlich befürwortet, aber nur als ersten Schritt auf dem Weg zum Nachtbus ansieht. Der im Ausschuß beschlossene Antrag sieht eine Fahrstreckenänderung der Linie 550 vor. In den Abendstunden ab 23.00 Uhr soll dieser nach der Haltestelle Bergheim Fährhaus ein Schwenk über Bergheim fahren. Die Jungen Liberalen kritisieren jedoch daran, dass nur Bergheim und Teile von Müllekoven davon profitieren, denn auch ein Umsteigen in die Linie 501 für die Ortsteile Eschmar, Sieglar, Oberlar und Troisdorf ist nur bis ein Uhr mit Wartezeiten möglich. Die Problematik des Umsteigens verschiebt sich damit nur von Mondorf nach Bergheim. Des weiteren bringt der "Nachtbus light" Jugendlichen bis 16 Jahren keinen Vorteil, da die Linie 550 den Umweg über Bergheim erst zu einer Zeit fährt, zu der sie nach dem Jugendschutzgesetz längst zu Hause sein müssten.

 

 

Entscheidung gegen Nachtbus vom 11.02.2004

CDU gegen mehr Mobilität für Jugendliche und Heranwachsende

Die Troisdorfer FDP-Ratsvertretung und die Jungen Liberalen zeigen sich enttäuscht über die gestrige (10.02.2004) Entscheidung im Bau- und Verkehrsausschuß zum Antrag der FDP zur Errichtung einer Nacht-Express-Bus-Linie zwischen Troisdorf Bahnhof und Bonn Hauptbahnhof.

Der Beschlußentwurf der Verwaltung sah zunächst vor, den Antrag in seiner Gesamtheit abzulehnen, wurde jedoch dahingehend modifiziert, dass die Verwaltung beauftragt wurde, bei Nachbargemeinden deren Erfahrungen mit Nachtbussen und deren Finanzierung durch Sponsoring einzuholen, die möglichst bald dem Ausschuß wiedervorzulegen sind. Der modifizierte Antrag wurde anschließend beschlossen.

Nach Ansicht der Liberalen wird hier jedoch unnötig viel Zeit vergeudet, die dringend notwendig ist, um aus dem familienfreundlichen Troisdorf auch ein jugendlichfreundliches Troisdorf zu machen.

Begründet wurde die Ablehnung des Antrages unter anderem mit der Finanzierung dieser Linie, die die Stadt Troisdorf 38.000 Euro im Jahr kosten würde. Zugleich wurde die S-Bahnverbindung nach Köln als ausreichend angesehen, um das Kultur- und Nachtleben der Troisdorfer Jugend auszufüllen.

Die Begründung erscheint besonders aus Sicht der Jungen Liberalen nicht sehr stichhaltig. Auf der einen Seite will die Stadt für den Bau eines Zentralen Omnibusbahnhofs (ZOB) knapp 1,6 Mio. Euro ausgeben, aber für die sinnvolle Erweiterung des Fahrangebots soll kein Geld vorhanden sein. Es entsteht die Frage, woran die Verwaltung und auch die CDU im Rat mehr interessiert ist: An einem schmucken Bauwerk oder an einem die Nachfrage deckenden Fahrangebot. Denn ohne einen ansprechenden Fahrplan wird der ZOB ziemlich verlassen sein.

Fragwürdig erscheint auch der zweite Teil der Begründung. Es ist zwar richtig, dass Troisdorfer Jugendliche sehr gut und sehr schnell mit S-Bahnen Köln erreichen können, doch die Jugendlichen müssen auch zunächst zum Bahnhof hin oder von dort nach Hause gelangen. Wer samstags nachts von Köln kommend vom Troisdorfer Bahnhof nach Müllekoven, Eschmar oder Bergheim gelangen will, muß das Taxi nehmen, da zu dieser Zeit kein Bus mehr fährt. Dabei muß auch bedacht werden, dass insbesondere junge Frauen bei S-Bahnfahrten einem gewissen Sicherheitsrisiko ausgesetzt sind.

 

1.Troisdorfer Kinder- und Jugendkonferenz für Mobilität wird wohl auch die letzte sein vom 10.02.2004

CDU und Verwaltung drücken sich vor Antwort für einen zweiten Termin

Ein Tagesordnungspunkt des Troisdorfer Bau- und Verkehrsausschusses am 10.02.2004 war die Vorstellung der Ergebnisse der 1. Troisdorfer Kinder- und Jugendkonferenz für Mobilität. 32 Schüler haben sich freiwillig unter professioneller Moderation, organisiert durch die Stadt, getroffen, um ihre Wünsche für „ihre“ Stadt im Kreise von Kinder und Jugendlichen zu äußern und zu diskutieren. Die Ergebnisse wurden in Heftform an die Anwesenden in der Ausschußsitzung verteilt.

Die Reaktion der CDU und der Verwaltung war spiegelbildlich zu ihrer bisherigen Haltung gegenüber der dauerhaften Errichtung eines Plenums für Kinder und Jugendliche: Ignoranz oder versteckte Ablehnung. Die Frage nach einer Folgeveranstaltung wurde von der Verwaltung unbeantwortet gelassen und ein Wille der CDU für mehr Kinder- und Jugendbeteiligung war nicht erkennbar.

Für Troisdorf bedeutet dies, dass sich die Stadt das Prädikat „familienfreundlich“ ausstellt, dabei aber im Bereich „Jugendfreundlichkeit“ noch sehr starke Defizite aufweist. Dies muß sich ändern!

So wollen die Jungen Liberalen ihr Konzept für ein „Kinder- und Jugendparlament“ in das Wahlprogramm der FDP einfließen lassen. Die Wähler sollen so die Chance erhalten, direkt für eine stärkere und dauerhafte Beteiligung der Kinder und Jugendliche an der Troisdorfer Politik zu stimmen. Vor allem ist hier die große Chance für die Jugendlichen gegeben, ihre Stimme für „ihre“ Stimme abzugeben.

 

 

Heiße Diskussionen über Themen des Bundes und der Region vom 24.01.2004

Erste Mitgliederversammlung der Jungen Liberalen Troisdorf 2004

Am 15.01.2004 fand die erste Mitgliederversammlung der Jungen Liberalen Troisdorf im Jahr 2004 statt.

Schon zu Beginn gab es umfangreiche Diskussionen unter den Anwesenden. Die erste Diskussion entbrannte über die schlecht umgesetzte Gesundheitsreform, die bisher mehr Chaos und Unsicherheit gebracht hat und schließlich doch zu keiner Kostensenkung der Kassenbeiträge führen wird. "Da weiß die eine Hand nicht, was die andere tut", so Claudia Thalmann, die Schatzmeisterin der Troisdorfer Julis.

Ferner wurde der Plan von Bundesinnenminister Otto Schily angegriffen, das BKA aus Meckenheim (aber auch aus Wiesbaden und den BND aus Pullach) nach Berlin zu verlegen. Für die JuLis ist es unverständlich, dass bei der derzeitigen Kassenlage des Bundes so offensichtlich Steuermittel verschwendet und Familien ohne sachliche Notwendigkeit verunsichert werden. Ein dazu beschlossener Antrag ist auf der verbandseigenen Internetseite unter www.julis-troisdorf.de zu finden.

Des Weiteren wurde über die Schaffung von Eliteuniversitäten, wie es der SPD vorschwebt, debattiert. Tenor war, dass zunächst die bestehenden Universitäten auf ein international ansehnliches Niveau gebracht werden müssen. Erst dann könnte man über weitergehenden Hochschulformen beraten. Ein diesbezüglicher Antrag befindet sich ebenfalls auf der Internetseite.

Schließlich bestätigten die JuLis nochmals ihre jahrelange Forderung nach einer Art "Kinder- und Jugendparlament", das die Troisdorfer Verwaltung auch nach mehreren Zusagen auf Vorstellung eines Konzeptes der Troisdorfer Jugend immer noch schuldig ist.

Nach Ansicht des Vorsitzenden Sebastian Thalmann waren diese Diskussionen ein guter Start ins neue, ereignisreiche Jahr. Besonders freut er sich, dass sich sehr viele JuLis dazu bereit erklärt haben, bei der anstehenden Kommunalwahl für den Stadtrat zu kandidieren. "Somit setzen wir ein eindeutiges Signal: Die Jugend ist nicht politikverdrossen!"