Nachtbus

· Schon im Jahr 2001 hat der liberale Nachwuchs sich dafür eingesetzt, dass ein Bus in den Abendstunden zwischen Troisdorf und Bonn verkehrt. Dafür wurde eigens ein Bus mit Fahrer von der RSVG gemietet und die Strecke an einem Freitag Abend abgefahren.

· Im August des Jahres 2003 starteten die Jungen Liberalen erneut eine Initiative und formulierten einen Antrag, der über die FDP im November 2003 im Stadtrat eingebracht wurde. Die Verwaltung empfahl dem Bau- und Verkehrsausschuß jedoch diesen Antrag mit der Begründung abzulehnen, dass die Einrichtung eines Nachtbusses mit je drei Fahrten an Freitagen und Samstagen die Stadt Troisdorf zu teuer käme. Die Kosten würden sich auf 38.000 Euro im Jahr belaufen.

Im Vergleich dazu kostet die Neugestaltung des Bahnhofvorplatzes mit Zentralen Omnibusbahnhof in Troisdorf 2,9 Millionen Euro, wovon die Stadt Troisdorf 1,6 Millionen Euro übernimmt. Die CDU wollte schließlich der Empfehlung der Verwaltung folgen, doch kam es zu einem Kompromiss: Die Verwaltung wurde beauftragt in anderen Kommunen sich zu erkundigen, ob eine Finanzierung durch private Sponsoren möglich und erstrebenswert wäre.

· Die FDP ließ sich jedoch von dem Kostenargument nicht beirren und erarbeitete einen Finanzierungsvorschlag, wie die Kosten für den Nachtbus sogar innerhalb des Fahrplanes eingespart werden könnten. Dazu sollte die Taktung der Linie 551 in den Nachmittags-stunden von vier auf drei Busse pro Stunde reduziert werden. So hätten pro Wochentag drei Busfahrten, in der Woche also 15 Busfahrten eingespart werden können. Mit dieser Maßnahme hätte auch die Anzahl der Leerfahrten der Linie 551 reduziert werden können, wie es in den Nachmittagsstunden in manchen Streckenabschnitten zu beobachten ist.

Die Verwaltung lehnte diesen Finanzierungsvorschlag jedoch mit einer sehr oberflächlichen Begründung ab. Eine erfolgsorientierte Prüfung wäre mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zu einem für die FDP und die Jugend positiven Ergebnis gelangt. Grund für die Ablehnung der Verwaltung war vermutlich der auf den Finanzierungsvorschlag der FDP folgende Antrag der CDU. Dieser sah einen "Nachtbus light" vor, der durch die Umleitung der Linie 550 ab 23 Uhr durch Bergheim erreicht werden sollte. Die FDP begrüßte den Antrag zwar grundsätzlich, sieht aber daran noch viele Verbesserungsmöglichkeiten, damit sich diese Alternative als "echter" Nachtbus darstellen kann:

o Die Umleitung tritt erst um 23 Uhr in Kraft. Für Jugendliche unter 18 Jahren ist dieses Angebot nicht geeignet.

o Von der Umleitung profitiert nur Bergheim und Teile Müllekovens. Eschmarer und Sieglarer sind weiterhin auf das Umsteigen mit langen Wartezeiten angewiesen, falls um die Uhrzeit überhaupt noch Busse der Linie 501 fahren.

o Die Umleitung gilt nur für Busse, die aus Bonn kommen. Personen, die nach Bonn fahren wollen, müssen weiterhin über die Linie 501 nach Mondorf fahren und dort nach einiger Wartezeit in die Linie 550 umsteigen.