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PM Energydrinks verbieten
Veröffentlicht am 07.01.2013 um 11:30 Uhr

Energydrinks verbieten

Mit einiger Überraschung nahmen die Jungen Liberalen Lüneburger Heide den Vorstoß von Gisela Plaschka zu Kenntnis. Die FDP-Frau möchte im Lüneburger Kreistag einen Antrag für das freiwillige Verkaufsverbot von Energy-Drinks an unter 16-Jährige durch Lüneburger Händler stellen. Ausschlaggebend für diesen Schritt ist ein Prozess in den USA, wo Hersteller des Energy-Drinks „Monster“ für fünf Todesfälle von Jugendlichen verantwortlich gemacht wird. Bisher konnte nicht geklärt werden, ob ein Zusammenhang zwischen den Todesfällen und dem Konsum von Energy-Drinks besteht.


„Man kann kein generelles Verkaufsverbot aufgrund von vermeintlichen Todesfällen fordern, so tragisch der Tod von fünf Jugendlichen auch ist, darf man nicht vergessen, welche anderen Faktoren eine Rolle spielten“, empört sich der Julis-Vorsitzende Léonard Hyfing. So litt ein Mädchen, das nach dem Konsum von zwei 0.7l-Dosen des besagten Energydrinks vertarb, an einer Herzschwäche.
An diesem Fall wird aber ein viel größeres Problem in der Politik deutlich: „Bei der Forderung nach einem Verkaufsverbot von Energy-Drinks an Jugendliche haben wir ein Paradebeispiel für den Eingriff des Staates in das tägliche Leben der Bürger“, so Hyfing: „Man kann etwas nicht generell verbieten, nur weil es in Einzelfällen zu Schäden gefügt habe. Nach diesem Schema müssten wir, überspitzt gesagt, auch das Autofahren verbieten.“


Gerade in den letzten Jahren kommt es immer mehr zu einer Bevormundung des Bürgers durch den Staat. Als Beispiele hierfür lässt sich unter anderem die Einführung der Energiesparlampe, die oft strengen Bauvorgaben oder auch der Atomausstieg nennen.


„Es ist der falsche Weg, den wir da gerade einschlagen. Wir müssen von dieser Verbotskultur weg. Für Jugendliche wird eine Sache viel interessanter, wenn sie erst einmal verboten ist. Ein viel besserer Weg ist es, die Eigenverantwortung der Bürger zu stärken. Dies erreicht man aber nicht durch ein Verbot, sondern durch Aufklärung. Wir lehnen daher einem Verkaufsverbot von Energy-Drinks an unter 16-Jährige ab“, stellt Hyfing klar.

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