60. Lako in Wernau

Für den 60. Landeskongress der JuLis BW in Wernau mussten die Delegierten des Kreisverbandes Rhein-Neckar ein Stückchen fahren. Dies hat sie aber nicht davon abgehalten, sich am Samstagmorgen in aller Frühe auf den Weg zu machen. Anders als beim Lako in HD waren die Reihen diesmal etwas spärlicher besetzt - die Flaute der Liberalen war auch hier zumindest zahlenmäßig spürbar. Wie um dies wett zu machen, legten sich die Anwesenden besonders ins Zeug und gingen voller Motivation ans Werk. Fast zwei Stunden lang wurde ein Antrag zur Abschaffung der Bezirksverbände diskutiert.

Auch beim Grußwort des Landesvorsitzenden Jens Brandenburg fand dieser klare Worte zur Lage der Liberalen, aber auch zu dem Vorgehen der jetzigen baden-württembergischen Landesregierung. Letztere kam nicht ohne Kritik davon. Jens ließ sich jedoch nicht nehmen, die Mitglieder in dieser schweren Lage zu motivieren und dazu aufzufordern, sich gerade jetzt einzubringen. Und das nicht nur bei den JuLis, sondern auch bei der FDP.

Nach dem Mittagessen, welches zur Stärkung dringend notwendig war, konnten die Delegierten als Höhepunkt am Samstag den Bundesminister für Entwicklung und Zusammenarbeit Dirk Niebel begrüßen. In gewohnter Manier stiegen die Delegierten zahlreich in die Diskussion mit Niebel ein. Nachdem er viel Lob für seine Arbeit als "Entwicklungsminister" geerntet hat, musste er Kritik am derzeitigen Kurs der Bundes-FDP gefallen lassen. Dabei blieb die Aussprache aber nicht stehen. Weiter ging es um Namibia und die Rückführung der Schädel, die derzeit in der Charité aufgetaucht sind sowie den Mitgliederentscheid. Niebel nahm sich mehr als zwei Stunden Zeit, um den Delegierten Rede und Antwort zu stehen und geriet bei den haschen Fragen wohl mehr als einmal ins Schwitzen. 

Im Anschluss an die Rede und Aussprache mit Niebel setzten die Delegierten die Antragsberatung fort. Heiß diskutiert wurden unter anderem neben dem Leitantrag zum "Leben in der Digitalen Gesellschaft - Trau keinem Pirat, informier Dich" auch Anträge zum Kündigungsgesetz zu Stuttgart 21 sowie der Euro-Krise.